Jaaras Eisenbichler

  • "Ich war nicht mehr als ein kleiner Junge, als die Flammen kamen. Mit unbändiger Macht musste ich zu sehen, wie das Land, in dem ich aufgewachsen war, zu Asche zerfiel.
    Auch wenn mein Vater es schaffte, mich aus unserem brennenden Haus zu retten, werde ich trotzdem niemals die Szenerie vergessen, als er - mit mir auf dem Arm - durch das Chaos in den Gassen zur Stadtmauer rannte. Alles brannte. Gebäude, Tiere, sogar Menschen sah ich lichterloh in Flammen stehend auf den Straßen rennen. Dieser Anblick hat sich bis heute tief in meinem Innersten verwurzelt. Und eben dort - in all diesem Leid und Verderben, sah ich ihn zum ersten Mal. Sein erhabenes Gesicht tanzte in den Flammen und er schien - ja er schien wirklich zu mir zu sprechen.
    Von diesem Tag an wusste ich es, ER hatte MICH auserkoren, sein Diener in diesem Lande zu sein. Ich würde mein Leben dem einzig wahren Gott schenken, auf dass er nie wieder eine derartige Katastrophe über das Land schicken würde. Ich musste es besser machen, als die Menschen davor, denn, Aori ist vieles, aber ist sein göttlicher Zorn einmal geweckt, gibt es keine Gnade...

    Mein Vater fürhte uns nach dem verheerenden Brandt weg aus Sicherlingen, und als ich größer wurde konnte ich das Geschehene - und vor allem das Gesicht des Mächtigen - nie vergessen. Ich verließ nach dessen Tod einige Jahre später (Die blaue Keuche hatte ihn geholt), unser neues zu Hause und begann eine Wanderschaft um die Geheimnisse des Aori-Glaubens zu erforschen und zu verstehen.
    Jetzt, viele Jahre später kehre ich zurück nach Sicherlingen um Aori selbst ein gottgefälliges Werk in der Stadt die ihn damals so erzürnte zu erbauen.
    Ein Kloster für den einzig wahren Gott soll es werden, prächtiger und größer als es je ein Kloster wahr!
    Und Glauben sollen die Menschen! Glauben! Auf dass Aori zufrieden ist mit dem Werk der Lebenden und kein erneutes Unheil über diese Länder bringen möge!*

    AORI VULT!"